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4. Mobilfunknetz wächst: 1&1 strebt 40 Prozent Abdeckung an
1&1 will bis zum Jahresende mindestens 35 Prozent der Haushalte in Deutschland mit seinem eigenen Netz verzogen.1&1 hat den Mobile World Congress (MWC) in Barcelona zum Anlass genommen, im Rahmen eines Journalistengesprächs einen Einblick auf die Entwicklung seines Mobilfunknetzes im vergangenen Jahr zu geben. Gleichzeitig wagte das Unternehmen einen Ausblick darauf, wie es im Jahr 2026 mit dem Netzausbau weitergehen soll.
2G/3G vor dem Aus: So sieht der Fahrplan in Frankreich aus Abschaltung von 2G und 3G in zwei Stufen - Free hat sich noch nicht geäußert Im vergangenen Jahr hat 1&1 vor allem die Umstellung seiner Mobilfunkkunden ins eigene Netz abgeschlossen. Seit dem 11. November 2025 ist der Konzern kein Reseller mehr. Weiterer wichtiger Meilenstein: Mit dem eigenen Netz werden 27 Prozent aller Haushalte in Deutschland versorgt. Damit habe man die lizenzrechtliche Vorgabe übertroffen.Bislang kein Angebot für reichweitenstarke Frequenzen
Michael Martin erläutert, wie es beim vierten Netz weitergehtFoto: teltarif.de 1&1 beklagt, von keinem der drei großen Mitbewerber ein Angebot für Frequenzspektrum im sogenannten Low Band, also auf niedrigen Frequenzen wie 700, 800 und 900 MHz, erhalten zu haben. Dabei habe die Bundesnetzagentur den Verzicht auf eine Frequenzauktion an diese Bedingung geknüpft.
Nun bleibt es abzuwarten, wie es frequenztechnisch für 1&1 weitergeht. Die bereits jetzt neu verfügbaren Kapazitäten im Bereich um 2100 MHz sollen an allen Basisstationen zusätzlich zu 2600 und 3500 MHz genutzt werden. So sei man der einzige Betreiber in Deutschland, der konsequent alle zugeteilten Frequenzen nutze.
Bis zu 40 Prozent Haushaltsabdeckung bis Ende 2026
Sollte 1&1 Zugriff auf die reichweitenstarken Low Band Frequenzen erhalten, sei bis zum Jahresende eine Haushaltsabdeckung von 40 Prozent möglich. Sollte es bei den aktuell verfügbaren Spektren bleiben, rechnet 1&1 mit rund 35 Prozent. Genaue Zahlen zu aktiven Basisstationen wurden nicht genannt. Am Ende des dritten Quartals 2025 seien es rund 1500 Stationen gewesen. Neue Daten verkünde 1&1 in rund zwei Wochen. Der weitere Netzausbau in zwei SzenarienGrafik: 1und1, Foto: teltarif.de Michael Martin, CEO der 1&1 Mobilfunk GmbH, erläuterte, man strebe die Nutzungsmöglichkeit der niedrigen Frequenzen insbesondere in den rund 300 Städten an, in denen das vierte Netz ausgebaut werde. In anderen Regionen sei es - freilich mit entsprechenden Schutzabständen - weiter möglich, dass der bisherige Alleinnutzer das Spektrum weiterhin einsetzt.
Niedrige Pingzeiten durch dezentrale Netzarchitektur
Mehr als 300 Rechenzentren in ganz Deutschland sorgen für kurze Reaktionszeiten. Dazu wolle 1&1 für hohe Geschwindigkeiten bei Up- und Downloads, eine hohe Gesprächsqualität, eine hohe Stabilität und Ausfallsicherheit gewährleisten. "Am Ende zählt nicht nur der Benchmark - sondern das Erlebnis jedes einzelnen Nutzers", so Michael Martin.
Die Open-RAN-Technik, auf die 1&1 von Anfang an gesetzt hat, werde mittlerweile auch von anderen Netzbetreibern verwendet. Michael Martin: "Europa macht sich bereit für Open RAN - mit dem 1&1 O-RAN sind wir dort, wo andere gerade erst loslaufen." Ein viertes deutsches Netz sei kein Versprechen mehr, es sei Realität.
"Unseren über zwölf Millionen Kunden bieten wir belegbar sehr gute Netzqualität", so Martin mit Verweis unter anderem auf Testergebnisse, die connect Ende 2025 veröffentlicht hat.
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https://www.teltarif.de/nr0/1und1-netzausbau-lowband/news/102245.html

