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Berge und Täler: Der Kampf gegen die letzten Funklöcher

Während in Ballungsgebieten 5G erweitert und ausgebaut wird, fehlt in der Fläche oft noch eine BasisversorgungIn vielen Thüringer Regionen ist das Funknetz inzwi­schen auf einem guten Standard. Aber es gibt immer noch Gebiete, in denen das Handy versagt. Was gegen die Funk­stille getan wird.

Noch gibt es sie in Thüringen - Funk­löcher mit schlechtem Mobil­funk­empfang. Ihre Zahl ist jedoch deutlich geringer geworden, das Mobil­funk­netz ist in weiten Landes­teilen gut ausge­baut, geht aus einer Antwort des Thüringer Minis­teriums für Digi­tales und Infra­struktur auf eine Anfrage im Thüringer Landtag hervor.

Thüringen: 97 Prozent der Fläche mit LTE

Während in Ballungsgebieten 5G erweitert und ausgebaut wird, fehlt in der Fläche oft noch eine BasisversorgungFoto: Picture Alliance/dpa / Roberto Pfeil Danach werden 97 Prozent der Landes­fläche von mindes­tens einem Anbieter mit einem 4G-Netz versorgt. Die leis­tungs­fähi­gere 5G-Netz­versor­gung liegt nach diesem Krite­rium bei 93 Prozent der Fläche. Bei den privaten Haus­halten und damit in Ortschaften und Städten liege die Abde­ckung mit den beiden Funk­netzen sogar noch höher - und zwar bei 98,7 Prozent im 5G-Netz.

Für Probleme bei einem guten Mobil­funk­empfang sorgten im Frei­staat die topo­graphi­schen Gege­benheiten. Funk­löcher gebe es vor allem in wald­reichen Gebieten, in Tälern, aber auch den Höhen­lagen des Thüringer Waldes sowie in Natur­schutz­gebieten - Wanderer können dadurch je nach Region zeit­weise ohne Handy­empfang sein.

Nur noch wenige Haus­halte im Funkloch

Nur ein Bruch­teil der privaten Haus­halte im Frei­staat liege in Regionen, in denen quasi Funk­stille durch Versor­gungs­lücken herrscht. Das Minis­terium nannte einen Anteil von 0,01 Prozent und bezog sich bei seinen Angaben zur Mobil­funk­abde­ckung auf die Bundes­netz­agentur in Bonn. „Damit gehört Thüringen zu den Ländern mit einer weit­gehend flächen­deckenden mobilen Breit­band­versor­gung“, erklärte das Minis­terium.

Nach wie vor gehe der Netz­ausbau durch die Mobil­funk­anbieter weiter - einige Projekte des Mobil­funk­förder­programms des Bundes seien noch in der Umset­zung. Die Unter­nehmen würden ihre Ausbau­projekte eigen­verant­wort­lich planen und umsetzen. Das Land habe darauf keinen Einfluss.

Bundes­netz­agentur regu­lato­risch verant­wort­lich

„Die regu­lato­rische Verant­wortung liegt beim Bund bezie­hungs­weise der Bundes­netz­agentur“, heißt es in der Antwort. Weiße Flecken beim Netz­ausbau seien größ­tenteils auf geogra­fische Gege­benheiten zurück­zuführen. In Wäldern und Tallagen sei der Ausbau wirt­schaft­lich und logis­tisch schwierig. Die Vorgaben für die Netz­betreiber sähen vor, eine Versor­gung von 99 Prozent der Haus­halte in dünn besie­delten Gemeinden mit mindes­tens 100 Megabit pro Sekunde bis Ende des Jahr­zehnts zu gewähr­leisten.

Infor­mati­onsstelle Digitale Infra­struktur

Thüringen betreibt laut Minis­terium eine Infor­mati­onsstelle Digitale Infra­struktur bei der Landes­entwick­lungs­gesell­schaft als Anlauf­stelle für den Mobil­funk­ausbau. Sie trage zur Koor­dina­tion der Projekte der verschie­denen Netz­betreiber bei.

Telekom, Vodafone & Co. suchen Stand­orte

Nach Angaben der Deut­schen Telekom haben mehr als eine Million Haus­halte im Frei­staat Zugriff auf das "derzeit leis­tungs­fähigste Netz des Unter­nehmens".

Auch andere Netz­anbieter bauen die 5G-Verfüg­barkeit in Thüringen aus. Selbst die Telekom sieht noch Lücken im Netz, die geschlossen werden müssten. Um geeig­nete Flächen für neue Mobil­funk­stand­orte zu finden, sei das Unter­nehmen auf die Zusam­menar­beit mit den Kommunen oder Eigen­tümern ange­wiesen.

Der Anbiete Vodafone erreicht nach eigenen Angaben mit 5G in Thüringen rund 94 Prozent aller Haus­halte. Für 2026 plane das Unter­nehmen mehr als 30 Maßnahmen zur weiteren Verbes­serung der Mobil­funk­versor­gung, erklärte ein Sprecher. Darunter seien 18 Bauvor­haben, mit denen die 5G-Abde­ckung weiter erhöht werden solle.

Eine Einschät­zung (von Henning Gajek)

Der Netz­ausbau macht in der letzten Zeit gewal­tige Fort­schritte, löst aber gleich­zeitig die Nach­frage nach "noch mehr" aus. Und Thüringen ist nicht alleine. Auch in Rhein­land-Pfalz, Hessen oder Bayern, in dünn besie­delten Berei­chen Bran­denburgs, Meck­lenburg-Vorpom­merns, Sachsens oder Sachsen-Anhalts wartet noch manches Funkloch auf einen Ausbau. Da müssen kreative Konzepte her, weil es einfach eine Illusion ist, vier gleich­wertige Netze mit streng getrennter eigener Technik im Land aufbauen zu wollen.

Die Kunden erwarten heute durch­gehend Netz auch im heimi­schen Keller, in Tief­garagen, Einkaufs­zentren oder im gut abge­schirmten Auto mitten im Wald.

Frei­sprech­einrich­tungen mit (aktiver) Außen­antenne könnten einige Verbes­serungen bringen, sind aber voll­kommen aus der Mode gekommen. Handys mit nutz­barer Anten­nenbuchse gibt es längst nicht mehr. Fest­einbau-Telefone mit Antenne sind wohl nur noch im Zube­hörka­talog von Nobel­karossen zu finden, die leicht sechs­stel­lige Beträge kosten und damit außer der Reich­weite von "normalen" Kunden liegen.

Mobil­funk­lücken sind da, wo die Land­schaft am schönsten ist, weiß man auch in Rhein­land-Pfalz.

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Quelle des vollständigen Artikels:

https://www.teltarif.de/nr0/netzausbau-thueringen-landtag/news/101745.html

Schlagworte / Tags Vodafone,
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