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Digital-X: Ein Tag mit der Telekom - und ein Thema

AI (Artifical Intelligence) auf deutsch KI (künstliche Intelligenz) war das Kernthema der Digital-X in Köln.Die einst über die Kölner Altstadt verstreute Groß­veran­stal­tung der Telekom, die Digital-X, konzen­trierte sich dieses Jahr auf ein Thema und einen Ort.

Die Konfe­renz-„Messe“ Digital-X der Telekom richtete sich in diesem Jahr direkt an Geschäfts­kunden und konzen­trierte sich auf einen Tag im Kölner „Confex“ Konfe­renz- und Event­zentrum am Nordende der Messe in Köln-Deutz. Das Thema des Tages: Die künst­liche Intel­ligenz (KI), oder auf Englisch Arti­ficial Intel­ligence (AI).

5000 Fach­besu­cher

Der Geschäftskundenchef der Telekom, Klaus Werner (rechts) erläuterte den anwesenden Journalisten das Konzept.Foto: Henning Gajek / teltarif.de Etwa 5000 Fach­besu­cher tauschten sich aus, Startups stellten ihre Entwick­lungen vor oder folgten zahl­reichen Vorträgen und Work­shops, wie Geschäfts­kunden­chef Klaus Werner in seiner Begrü­ßung mitteilte.

Diehl: KI für die Menschen

Telekom Deutschland Chef Rodrigo Diehl erklärte, wohin die Telekom in Zukunft steuern wirdpicture alliance/dpa Rodrigo Diehl, der neue Deutsch­land-Chef der Telekom hat klare Vorstel­lungen, wohin die Reise gehen soll. Bei der KI sieht sich die Telekom nicht als Konkur­renz zu Google und Apple, sondern will die KI in die Hände der Menschen bringen. Deswegen habe man auch das „KI-Phone“ (T-Phone 3) aufge­legt.

Die Telekom wolle, so Diehl in seiner Keynote, das beste Ökosystem aus einer Hand bieten. Soge­nannte „Voice AI“ könne mit Zustim­mung der Betei­ligten einer Bespre­chung aufzeichnen und daraus eine Action List und Termine für den Kalender erstellen.

ask T - geballtes Wissen für die Mitar­beiter

Auch bei der Telekom gibt es eine interne KI, die unter dem Namen "ask T" den Mitar­beitern das ange­sammelte Wissen der Telekom zugäng­lich macht. Ein KI-Bot könne bestimmte Probleme in 60 Prozent der Fälle lösen, ein Mensch komme auf 80 Prozent, rechnete Diehl vor, der diese Quote steigern möchte.

Hotline: KI soll Hotliner entlasten und Problem­lösung verbes­sern

Alle Anrufe bei der Hotline würden unter­sucht, ob die gege­benen Infor­mationen richtig oder hilf­reich waren, auch dabei sei eine KI im Einsatz, die Probleme erkenne. Die Mitar­beiter der Hotline müssten im Moment noch viel Zeit mit der Doku­menta­tion der bespro­chenen Kunden­probleme aufwenden, das sei „verschwen­dete Zeit“ und solle künftig von der KI erledigt werden.

Für Diehl ist dabei aber noch nicht das Ende der Fahnen­stange erreicht. Künftig werde die Daten­auswer­tung so lösungs­orien­tiert ablaufen, dass der Kontakt mit der Telekom bei einem Problem noch weniger Zeit brauchen wird. „Wir sind nicht so weit entfernt - ich schätze zwei, drei, viel­leicht vier Jahre". Die Idee: Der Kunde ruft an, und schon beim Anruf hat die KI erkannt, was das Kunden­problem ist und wie die Lösung aussehen könnte.

Telekom 2035?

Die Digital-X, eine Mischung aus Kongress, Fachmesse und Get-Together im Confex in Köln.Foto: Henning Gajek / teltarif.de Diehl stellte die Frage. "Wie sieht die Telekom im Jahre 2035 aus? Welche Ambi­tionen, welche Ziele haben wir?" Das könnten Ziele sein, die heute völlig unmög­lich erscheinen, dann aber doch reali­sierbar seien.

Für Diehl gibt es das Prinzip „Make, shape, take“. "Make", das Machen, seien beispiels­weise Telekom-eigene Rechen­zentren. Mit „Shape“ setze man Signale, aber die KI müsse immer „Human Centered“ bleiben. Mit "Take" sind Part­nerschaften mit anderen Unter­nehmen gemeint, man wolle sich aber nicht abhängig machen.

Heute gelte aber auch das Prinzip „Fail fast“. Man wartet also nicht mehr, bis etwas 100-prozentig ausge­reift ist und dann zu spät kommt, sondern „wir expe­rimen­tieren und lernen“, auch wenn es zunächst nur zu 80 Prozent funk­tioniere.

Diehl und die Telekom möchte die KI in Deutsch­land stark machen und versprach seinen Kunden: „Wir werden für Sie da sein“.

KI ist längst da (eine Einschät­zung von Henning Gajek)

Beim Begriff KI werden viele Anwender und Kunden leicht nervös. Einige fürchten, dass ihr Arbeits­platz bald von Robotern oder Rechnern ersetzt wird, dabei kann KI vor mono­tonen Tätig­keiten bewahren und Raum für krea­tivere oder span­nendere Themen schaffen. Anderen graust es, einer "KI" im Chat oder am Telefon ein Problem erklären zu müssen und sie wollen wissen, wie sie einen echten Menschen sprechen können.

Doch es hilft nichts. KI exis­tiert und sie macht Fort­schritte. Es gibt nicht die eine KI, sondern viele Vari­anten davon. Manche ist gut, manche ist fürch­terlich. Die Privat­kunden möchten die KI kostenlos nutzen, bei Firmen zählt, was die KI leisten kann.

Es ist absolut sinnvoll, alles Wissen eines Unter­nehmens in eine Daten­bank so zu packen, dass man es nachher wieder finden und monotone Abläufe auto­mati­sieren kann. Der Mensch an der Hotline kann die KI zu exoti­schen Problemen befragen, die es oft gibt, weil keiner ist allwis­send.

KI einfach zu igno­rieren oder zu verteu­feln, ist auf jeden Fall keine Lösung.

Mehr Artikel zur künst­lichen Intel­ligenz lesen Sie bei uns.

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Quelle des vollständigen Artikels:

https://www.teltarif.de/nr0/telekom-zukunft-digitalx-ki/news/99665.html

Schlagworte / Tags Telekom,
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