Internet ohne SCHUFA

Nachrichten

  • Kategorie: teltarif

Italien: Fastweb/Vodafone und TIM vereinbaren Zusammenarbeit

Das Hauptquartier der Swisscom in Worblaufen bei Bern.Nicht nur in Deutsch­land, auch in Italien sind die Mobil­funk­netze noch "ausbau­fähig". Für Italien hatte Swisscom eine kreative Idee.

Für viele über­raschend hatte die Schweizer Swisscom dem Vodafone-Konzern seine italie­nische Tochter Vodafone Italia abge­kauft und mit der italie­nischen Swisscom-Tochter Fastweb zusam­menge­legt.

Telekom startet neue MagentaMobil-Tarife: Das ändert sich Angebote ab 4. Februar beinhalten auch Preiserhöhungen

Italien: Netze ausbau­fähig

Nicht nur in Deutsch­land, auch in Italien sind die Mobil­funk­netze noch "ausbau­fähig", und wer die Qualität der Schweizer Netze kennt, wird sich in Italien die Augen reiben. Neben Fastweb/Vodafone senden in Italien noch die ehemals staat­liche TIM (Telecom Italia Mobile) und der private Anbieter Wind/Tre.

Alle Netze haben deut­liche Defizite, wie Einhei­mische und Touristen regel­mäßig berichten.

Swisscom & TIM : Gemein­same Verein­barung

Das Hauptquartier der Swisscom in Worblaufen bei Bern.Foto: Swisscom TIM und Fastweb + Vodafone haben nun eine vorläu­fige Verein­barung zur "gemein­samen Nutzung von Mobil­funk-Zugangs­netzen (RAN) getroffen". Damit sollen rund 60 Prozent der Bevöl­kerung abge­deckt und der Ausbau von 5G in Italien beschleu­nigt werden. Das hat Swisscom nun "ad hoc" mitge­teilt.

Diese Verein­barung gelte "vorbe­halt­lich eines endgül­tigen Vertrags", der für bis Mitte 2026 unter­schrifts­reif sein soll.

Besser Nutzung der Infra­struktur

Das Projekt, so betont es Swisscom, sei ein wich­tiger Schritt zur besseren Nutzung der bestehenden Infra­struktur in Italien und einer schnel­leren, effi­zien­teren und nach­halti­geren 5G-Abde­ckung im ganzen Land. Die beiden Unter­nehmen planen den Ausbau der 5G-Abde­ckung für Gemeinden mit weniger als 35.000 Einwoh­nern in Angriff zu nehmen.

Dabei wird jeder Betreiber für den Netz­ausbau in 10 Regionen verant­wort­lich sein, so dass bis Ende 2028 ein Netz mit etwa 15.500 Stand­orten pro Betreiber entstehen wird.

Vermei­dung von Doppel­ausbau

Der Clou ist nun, dass im Rahmen dieser vorläu­figen Verein­barung jeder Betreiber in den entspre­chenden Gebieten das Funk­zugangs­netz (RAN) des jeweils anderen nutzen kann, um "Doppel­spurig­keiten" (= Doppel­ausbau) zu vermeiden und rasch eine bessere Abde­ckung zu erzielen.

Das lohnt sich für beide Seiten: Die Effi­zienz­gewinne erlaubten es, die 5G-Abde­ckung auf weniger dicht besie­delte und unter­versorgte Gebiete auszu­weiten und so die Netz- und Service­qualität für Haus­halte und Unter­nehmen zu verbes­sern.

Unter­nehmen bleiben unab­hängig

Bei diesem Koope­rati­onsmo­dell, das in anderen EU-Ländern weit verbreitet sei, können beide Unter­nehmen ihre volle "kommer­zielle und tech­nolo­gische Unab­hängig­keit" wahren. Die Koope­ration redu­ziert zudem die Umwelt­belas­tung und setzt durch die Kosten­senkung Mittel frei für neue Inves­titionen in die Mobil­funk­tech­nologie der nächsten Gene­ration - eine "win-win"-Situa­tion.

Noch steht die Verein­barung unter dem Vorbe­halt der Geneh­migung durch das Minis­terium für Unter­nehmen und Made in Italy (MIMIT), die Wett­bewerbs­behörde (AGCM) und die Kommu­nika­tions­behörde (AGCom).

Eine Einschät­zung (von Henning Gajek)

Die Swisscom schreibt: "ein in der EU übliches Modell". Das klingt leider posi­tiver als es ist. In Deutsch­land gibt es halb­herziges MOCN, d.h. ein Sender von Netz A strahlt auch die Kennung von Netz B aus, weswegen Kunden von Netz B dann sich dort einbu­chen können.

Das Italie­nisch-Schweizer Modell geht meines Erach­tens deutlich weiter. Die Swisscom baut Orte einer Region A selbst aus und lässt TIM dort roamen. Umge­kehrt baut TIM Ort in Region B aus, wo Swisscom nichts hat und darf dafür bei TIM roamen. Auf Deutsch­land über­setzt, hieße das, das bereits exis­tierende MOCN-Modell viel weiter und stärker als bisher auszu­bauen und damit bislang nicht erschlos­sene Gebiete zu errei­chen. Bislang wird MOCN in Deutsch­land nur auf 800 MHz und nur im strikter Gegen­seitig­keit ("Wie Du mir, so ich Dir") ange­wendet.

Klar, den Marke­ting­stra­tegen des zuerst vor Ort ausbau­enden Unter­nehmens gefällt das nur bedingt, weil sie sich natür­lich sehn­süchtig wünschen, alle Kunden zu sich holen zu können. Soll doch die Konkur­renz sehen, wo sie bleibt. Dabei ist längst klar, dass ein flächen­deckender Voll­ausbau durch vier vonein­ander unab­hängige Netze völlig unrea­listisch ist.

Die Hoffnung auf eine flächen­deckende Satel­liten­versor­gung wird sich im in 27 Einzel­staaten zersplit­terten EU-Europa mit lokalen Gesetzen und Behörden sich so schnell umsetzen lassen.

Mehr dazu: Regel­mäßig berichten wir über den Netz­ausbau in Deutsch­land, Europa und der Welt.

Abonnieren Kommentar verfassen Anzeige:

Quelle des vollständigen Artikels:

https://www.teltarif.de/nr0/netzausbau-kooperation-italien-tim-swisscom/news/101371.html

Schlagworte / Tags Vodafone,
Cookies user prefences
Wir und unsere Partner erheben Daten und verwenden Cookies, um die Darstellung der Webseite zu optimieren, Messwerte zu erfassen und personalisierte Anzeigen einzublenden. Zur Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, bitten wir Sie die Seite zu verlassen, da wir nicht 100% garantieren können, dass Cookies durch Drittanbieter eventuell doch gesetzt werden.
Alle akzeptieren
Alle ablehnen
Weitere Informationen
Essentiell / Funktional
Diese Cookies werden benötigt, damit die Website richtig funktioniert. Sie können sie nicht deaktivieren.
.internet-und-schufa.de
Akzeptieren
Ablehnen
Analytisch
Analyse der Webseitinteraktion, um die Inhalte und Darstellung der Website zu messen und stets zu verbessern.
Google Analytics
Akzeptieren
Ablehnen
Marketing
Unsere Partner erheben Daten und verwenden Cookies, um personalisierte Anzeigen einzublenden und Messwerte zu erfassen.
DoubleClick/Google Marketing
Akzeptieren
Ablehnen
Speichern