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Netzausbau: Vodafone setzt Schwerpunkte, o2 stopft Löcher
Jede Woche kommen Ausbaumeldungen, und je besser die Netze werden, desto lauter werden die Rufe aus immer noch nicht versorgten Regionen.Wie immer blicken wir kurz vor dem Wochenende auf den Netzausbau in den Mobilfunknetzen. Auch in den vergangenen Tagen haben die Deutsche Telekom, Vodafone und o2-Telefónica über Netzerweiterungen informiert. Neben neuen Basisstationen wurden zum Teil auch bestehende Standorte aufgerüstet.
Die Telekom setzt ihren Netzausbau in der Fläche und die Verdichtung bereits "versorgter" Regionen fort. Aus Nordrhein-Westfalen, Sachsen oder Sachsen-Anhalt gibt es diesmal keine Meldungen. Gleichwohl gibt es immer noch Ecken im Land, wo der Anspruch des "besten Netzes" mit der Wirklichkeit (örtliche Funklöcher oder geringe Kapazität) noch nicht zusammenpasst. In vielen Fällen ist es weiter schwierig, Standorte zu finden und Anlagen genehmigt zu bekommen. Dazu im Verlauf des Artikels mehr.
Bei Vodafone liegt der Schwerpunkt der Meldungen diese Woche in Nordrhein-Westfalen und Niedersachen, aus den anderen Bundesländer kommt so gut wie nichts. Die ausgebauten Regionen in Nordrhein-Westfalen gelten unter Kennern als "bislang sehr schlecht oder gar nicht versorgt". Auffallend, dass in einem Landkreis noch 16 2G/GSM-only-Stationen laufen, die vermutlich nur über Zweidraht-Kupferleitungen angebunden sind und dringend eine durchgehende Glasfaser oder notfalls eine Richtfunkanbindung bräuchten. Vorbildlich weiterhin die Ankündigung von Senderabschaltungen, damit sie auf mehr Kapazität und die neuste Technik hochgerüstet werden können.
o2-Telefónica hat beispielsweise in Hessen an zwei extrem schlecht versorgten Orten neue Masten gebaut, die von vorneherein "Trilateral" für die drei etablierten Netzbetreiber (1&1 nutzt hier sein Roaming mit Vodafone) vorgesehen sind. Bis diese neuen Stahlgittermasten mit Technik bestückt sind und in Betrieb gehen, dürfte es noch eine Zeit dauern.
Bei 1&1 scheinen die langen Vorlaufzeiten inzwischen Früchte zu tragen. In Ballungsgebieten (wie z.B. in Berlin, aber auch anderswo) tauchen immer mehr 1&1-eigene Stationen auf. Mutige Anwender, die einen "Netlock" im Handy einschalten können (nicht mit allen Handys möglich und für ungeübte Anwender nicht zu empfehlen), berichten, dass damit in bestimmten Bereichen schon eine Quasi-Flächenversorgung möglich wäre. Ohne "Netlock" (also im Grundzustand) bucht das Handy gerne wieder zu Vodafone um. Mit den neuen Frequenzen auf 2,1 GHz (ab 1.1.2026) könnte sich die Situation nochmals verändern.
1&1-Kunden sollten aufmerksam die Bauarbeiten-Meldungen bei Vodafone studieren, da sie davon in den allermeisten Fällen auch betroffen sein werden. In der angegeben Zeit wird es kaum oder gar keinen Empfang geben.
Mögliche Standorte den Netzbetreibern melden
Bei allem Frust über Funklöcher oder schleppenden Netzausbau: Um Sender aufstellen zu können, werden Standorte benötigt. Alle Netzbetreiber sind daher an Angeboten von privaten Grundstücks- und Gebäudebesitzern interessiert. Angebote je nach eigener Präferenz an DFMG (baut überwiegend für Telekom, u.a.), Vantage Towers (baut für Vodafone, 1&1 u.a.) oder American Tower (baut für o2-Telefónica, 1&1). Auf dem Land werden neue Sendemasten gerne von allen drei etablierten Anbietern genutzt und teilweise mit Richtfunk angesteuert.Foto: Telekom / Fotograf: Wolfram Scheible
Baden-Württemberg
Telekom:
Stadt & Landkreis Heilbronn: Fünf Mobilfunkstandorte mit 4G und 5G erweitert. Dort laufen jetzt 168 Standorte. In den kommenden drei Jahren sollen weitere 13 Standorte gebaut und 78 Standorte mit 4G und 5G erweitert werden. Rhein-Neckar-Kreis: Eine neue Station in Weinheim (Mannheimer Straße), und vier Standorte mit 4G und 5G erweitert. Die Telekom betreibt im Rhein-Neckar-Kreis jetzt 166 Standorte. In den kommenden drei Jahren sollen weitere 26 Standorte gebaut und 78 Standorte mit 4G und 5G erweitert werden. Landkreis Sigmaringen: Neuer Mobilfunkstandort in Bad Saulgau-OT Fulgenstadt mit 4G/LTE und 5G/NR erhöht die Anzahl auf 63 Standorte. In den kommenden drei Jahren sollen weitere zwölf Standorte gebaut und 19 Standorte mit 4G und 5G erweitert werden. Schwarzwald-Baar-Kreis: Neuer Standort in Villingen-Schwenningen (Karlstraße) und drei Standorte mit 4G und 5G erweitert. Im Landkreis funken jetzt 79 Standorte. In den kommenden drei Jahren sollen weitere 11 Standorte gebaut und 27 Standorte mit 4G und 5G erweitert werden. Vodafone: Rhein-Neckar-Kreis: Neue 5G-Station am Freibad in 68782 Brühl (Lesermeldung). Landkreis Emmendingen: Neue 4G/LTE-Station in Elzach, erhöht auf 38 Anlagen im Kreis. Zwei senden noch 2G/GSM-only, und 36 Stück sind mit 4G/LTE und davon 20 mit 5G/NR ausgestattet. Landkreis Reutlingen: Neue 5G-Station in Münsingen. Von 81 Mobilfunkstationen im Landkreis verstehen 77 Stationen 4G/LTE, somit vier Stationen nur 2G/GSM, und 40 dieser Stationen haben schon 5G/NR an Bord. Münsingen soll weiter ausgebaut werden. o2-Telefónica: Neue 5G-Sender auf 700 MHz in Kippenheim, Schwäbisch Hall, Neuenstadt a.K. und Nürtingen.Bayern
Telekom:
Landkreis Unterallgäu: Neuer Standort in Benningen (Junkersstraße) mit 4G/LTE und 5G/NR. Das Unterallgäu zählt jetzt 78 Standorte. Bis 2029 sollen weitere vier Standorte gebaut und 16 Standorte mit 4G und 5G erweitert werden. Stadt & Landkreis Regensburg: Neue Standort in Regensburg (Weiser Weg) und Regenstauf (Gemarkung Heilinghausen) und Regenstauf, alle drei senden mit 4G und 5G. Somit senden hier nun 197 Standorte. In den kommenden drei Jahren sollen weitere 24 Standorte gebaut und 72 Standorte mit 4G und 5G erweitert werden. Landkreis Straubing-Bogen: Zwei neue Mobilfunkstandorte in Niederwinkling und in Straßkirchen, dazu ein bestehender Standort mit 4G und 5G erweitert. Die Zahlen 54 Standorte im Kreis. In den kommenden drei Jahren sollen weitere neun Standorte gebaut und 14 Standorte mit 4G und 5G erweitert werden. Landkreis Roth: Neuer Standort in Greding, Gemarkung Untermässing und vier Standorte mit 4G und 5G erweitert. Damit seien "nahezu 100 Prozent der Haushalte" und die Bahnstrecken München Nürnberg und Nürnberg Ingolstadt, sowie die Autobahnen A6, A9 und A73 durch den Ausbau besser geworden. Im Landkreis Roth laufen jetzt 71 Standorte. In den kommenden drei Jahren sollen weitere drei Standorte gebaut und zehn Standorte mit 4G und 5G erweitert werden. Vodafone: Stadt Schweinfurt: Bauarbeiten an einer Vodafone-Anlage im Stadtteil Deutschhof vom 1. Dezember bis voraussichtlich 23. Dezember 2025 (18 Uhr). In dieser Zeit kein oder stark eingeschränkter Netzempfang. o2-Telefónica: Neue 5G-Sender auf 700 MHz in Bad Feilnbach, Luhe, Weißenburg, Ansbach, Dörfles-Esbach, Mühlhausen, Marktleuthen, Buxheim und Haundorf.Berlin
1&1-Mobilfunk:
Schöneberg: Aktive 1&1-Sender in der Innsbrucker Straße und am Bayrischen Platz (Lesermeldung).Brandenburg
Telekom:
Landkreis Spree-Neiße: Bauarbeiten für neuen ca. 40 Meter hohen Schleuderbetonmast im Gewerbegebiet Roitzer Straße in Spremberg haben begonnen. Ziel ist es, die Versorgung rund um das Gewerbegebiet und entlang der B97 zu verbessern.Quelle des vollständigen Artikels:
https://www.teltarif.de/nr0/netzwoche-ausbau-telekom-vodafone-o2-1und1/news/100819.html

