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Preiserhöhung bei Handy-Tarif: Kunden droht diese Kostenfalle
Bestandskunden von Kevag Telekom nutzten seit Jahren einen Handy-Tarif ohne Grundgebühr nur mit Minuten-Abrechnung. Damit ist es nun vorbei: Kevag führt jetzt eine Grundgebühr ein.Der letzte Handy-Tarif ohne Grundgebühr für 24 Monate stirbt berichteten wir vor knapp fünf Jahren im Sommer 2021. Damals entschloss sich der in Koblenz ansässige Provider Kevag Telekom, seinen bisher angebotenen Handy-Tarif ohne Grundgebühr aus der Vermarktung zu nehmen. Nur wenige Tage danach entschied sich dann auch die Drillisch-Marke simplytel dazu, ihren monatlich kündbaren Vertragstarif mit Postpaid-Abrechnung nicht mehr neu anzubieten.
E-Patientenakte: Grandioses Desinteresse - keiner will sie? Verbraucherschützer: E-Patientenakten noch nicht Alltag Die Ära von Handy-Vertragstarifen ohne Grundgebühr war damit zu Ende gegangen, Prepaidtarife ohne Grundgebühr gibt es weiterhin. Die Vertragstarife ohne Grundgebühr boten immerhin Schutz vor typischen Prepaid-Eigenheiten wie einem abgelaufenen Aktivitätszeitraum oder wiederkehrenden Zwangs-Aufladungen. Bestandskunden von Kevag Telekom und simplytel konnten die damals eingestellten Tarife aber bislang weiternutzen - bis jetzt: Kevag Telekom zieht nun die Reißleine.Ab sofort Grundgebühr für bisherigen Gratis-Tarif
Für einen in der teltarif.de-Redaktion seit 2017 verwendeten Kevag Basic ohne Grundgebühr im Telefónica-Netz erhielten wir in dieser Woche einen Brief. Darin schreibt Kevag zunächst, man bedanke sich für das langjährige Vertrauen in die Kevag Telekom. Als regionaler Anbieter stehe man seit vielen Jahren "für transparente Tarife und faire Konditionen". Handy-Tarif ohne Grundgebühr wird teurerBild: Kevag Telekom Seit Einführung des Handy-Tarifs "Basic" habe man diesen für die Kunden "kostenfrei" bereitgestellt - hier spricht Kevag selbstverständlich nur von der Grundgebühr. Telefon-Minuten und SMS wurden mit jeweils 15 Cent abgerechnet, mobiles Internet beinhaltete der Tarif nicht. Leider sei Kevag inzwischen von "gestiegenen Kosten", unter anderem durch allgemeine Preis- und Betriebskostensteigerungen betroffen.
Aus diesem Grund müsse man den Preis für den Tarif "Basic" anpassen: Die neue Grundgebühr ab dem 1. April soll 95 Cent pro Monat betragen.
Kein Kündigungsbutton auf Haupt-Homepage
Kevag weist in dem Brief aufgrund der Preiserhöhung transparent auf das Sonderkündigungsrecht nach Paragraf 57 des TKG hin, das den Kunden zusteht. Der Provider spricht hier von Absatz 3 des TKG-Paragrafen 57, in Wahrheit steht der Passus allerdings in Absatz 1. Vom Sonderkündigungsrecht könne man bis zum 31. März Gebrauch machen.
Die nächste Panne begegnet Kevag-Bestandskunden, wenn sie sich auf die Homepage von Kevag Telekom begeben, um dort den Vertrag über den gesetzlichen Kündigungsbutton zu kündigen. Denn ein Kündigungsbutton ist dort (trotz jahrelanger Vorschrift) nicht auffindbar. Beim Kündigungsbutton hat der Gesetzgeber festgelegt, dass dieser "ohne Hürde" erreichbar sein muss - und das bedeutet: Er muss außerhalb des Kundencenters liegen und auch ohne Login erreichbar sein.
Loggt man sich unter kundencenter.kevag-telekom.de ein, sind noch zwei Klicks erforderlich: Zunächst müssen Kunden auf "Mobilfunk verwalten" klicken, und erst dann erscheint ein Kündigungsbutton rechts neben dem angezeigten Tarif.
Das sind die Alternativen
"Es gibt aber auch gute Nachrichten" schreibt Kevag zum Schluss des Briefs und nennt seinen Handy-Tarif KTK Mobil Allnet LTE 5GB mit Allnet- und SMS-Flat und 5 GB für 4,90 Euro als Alternative. Dass es hier allerdings deutlich bessere Alternativen gibt, zeigt unser Tarifvergleich:
Günstige Handy-Vertrags-Tarife im Vergleich
Quelle des vollständigen Artikels:
https://www.teltarif.de/nr0/kevag-preiserhoehung-handy-tarif-grundgebuehr/news/102035.html

