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So baut die Deutsche Telekom das "Überall-Netz"
Die Deutsche Telekom will weiße Flecken in ihrem Mobilfunknetz über Satellit schließen.Nach Vodafone, Telefónica und Orange hat auch die Deutsche Telekom auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona bekanntgegeben, letzte Versorgungslücken in ihrem Mobilfunknetz satellitengestützt zu schließen. Dabei setzt das Unternehmen auf Starlink, das wie berichtet auch eigene Ambitionen hat, zum Mobilfunk-Provider zu werden.
4. Mobilfunknetz wächst: 1&1 strebt 40 Prozent Abdeckung an Konzern gibt Rück- und Ausblick auf dem Mobile World Congress Die Kooperation der Telekom mit Starlink ist nicht neu. In den Vereinigten Staaten gibt es das Direct to Cell Satellite Phone Service genannte Angebot bereits. Ziel der Telekom ist es, Netz in Gegenden zu bringen, in denen der herkömmliche Netzausbau besonders anspruchsvoll ist, etwa aufgrund von Naturschutzauflagen oder schwieriger Topografie. Darüber hinaus bietet die Telekom Satelliten basiert eine erhöhte Ausfallsicherheit. Versagt eine terrestrische Mobilfunkstation ihren Dienst oder wird diese einer geplanten Wartung unterzogen, springt die Satellitenverbindung automatisch ein.Abdu Mudesir: "Investieren weiterhin stark in den Infrastruktur-Ausbau"
Telekom und Starlink verkünden KooperationFoto: teltarif.de "Wir bieten unseren Kunden bereits heute das beste Mobilfunknetz. Und wir investieren weiterhin stark in den Ausbau unserer Infrastruktur", sagt Abdu Mudesir, Vorstand Product and Technology der Deutsche Telekom AG. "Gleichzeitig gibt es Regionen, in denen der Ausbau aufgrund topografischer Gegebenheiten oder behördlicher Auflagen besonders komplex ist. Auch dort wollen wir zuverlässige Konnektivität für unsere Kunden sicherstellen. Deshalb ergänzen wir unser Netz strategisch um Satellite-to-Mobile-Konnektivität. Für uns ist klar: Konnektivität schafft Sicherheit und Vertrauen. Und die liefern wir. Überall."
Stephanie Bednarek, VP of Starlink Sales, ergänzt: "Wir freuen uns sehr, in Partnerschaft mit der Deutschen Telekom zuverlässige Satellite-to-Mobile-Konnektivität in zehn Ländern für Millionen von Menschen bereitzustellen. Diese Vereinbarung ist die erste ihrer Art in Europa, die Starlinks V2 next-generation Technology einführt. Sie bringt Daten, Sprache und Messaging direkt auf das Mobiltelefon."
So funktioniert der Satellitenfunk von Telekom
Der Dienst soll ausschließlich im MSS-Spektrum (Mobile Satellite Service) von Starlink betrieben werden. Somit soll es mit kompatiblen Smartphones künftig möglich sein, eine direkte Satellitenverbindung herzustellen. Wenn ein für den Satellitenfunk geeignetes Handy genutzt wird, soll dieses automatisch auf dieses Netz wechseln, wenn das terrestrische Funksignal verloren geht. So haben die Kunden weiterhin Zugriff auf Telefonie, SMS und Datendienste.
Der Start des Satellitenfunks soll für Telekom-Kunden in Europa erst Anfang 2028 erfolgen. Hintergrund ist die Nutzung des MSS-Spektrums, das bei den aktuellen Starlink-Satelliten noch gar nicht zur Verfügung steht. Der Magenta-Konzern rechnet damit, dass die Zahl kompatibler Endgeräte bis dahin stetig wächst. Kunden sollen stets die bestmögliche Verbindung bekommen - "jederzeit, überall", wie die Telekom betont. Das erfolge auch künftig in erster Linie über terrestrische Antennen. Wo diese nicht zur Verfügung stehen, soll künftig die Satellitenverbindung einspringen.
In Deutschland biete die Telekom bereits die mit Abstand größte 5G-Flächenabdeckung mit nahezu 90 Prozent Versorgung. LTE deckt den Angaben zufolge mehr als 92 Prozent der Fläche ab, Sprachdienste über GSM sind auf bis zu 99 Prozent verfügbar. Der Satellitendienst soll zum Start 2028 in mehreren europäischen Ländern verfügbar sein, darunter auch in Deutschland. Zur Preisgestaltung konnte die Telekom auf Nachfrage noch nichts sagen.
In einer weiteren Meldung lesen Sie, welche Ankündigung für Telefonate die Telekom auf dem Mobile World Congress gemacht hat.
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