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Verbraucherzentrale klagt: o2 will jederzeit kündigen dürfen
o2 wollte sich vorbehalten, Unlimited-Nutzer jederzeit kündigen zu können. Für den Kunden sollte dies aber nicht gelten. Darum wird o2 nun von der Verbraucherzentrale verklagt.In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Diskussionen um Mobilfunkverträge, die mit "Unlimited" beworben werden. Entsprechende Angebote gibt es bei allen Netzbetreibern sowie teilweise auch bei Service-Providern bzw. Discountern. Doch wie genau nehmen es die Provider mit dem Begriff "Unlimited"? Hier gehen die Erfahrungen von Kunden auseinander.
Bei manchen Tarifen können die Kunden den mobilen Internet-Zugang wirklich unbegrenzt nutzen. Andere Anbieter haben sogenannte Schikane-Tarife eingeführt, bei denen die Nutzer Volumen aktiv nachbuchen müssen, wenn sie ein bestimmtes Datenlimit erreicht haben. Das ist zwar kostenlos, stört aber bei der Nutzung, vor allem bei Streams oder größeren Downloads. o2 räumt sich selbst Kündigungsrecht einFoto/Logo: o2, Montage: teltarif.de Intransparent wird es, wenn dem Kunden gekündigt und dabei auf hohen Datenverbrauch verwiesen wird. Dabei nennt beispielsweise 1&1 nicht einmal genaue Regeln für den Datenkonsum und spricht ohne Vorwarnungen Kündigungen aus. Damit steht der Neueinsteiger unter den deutschen Mobilfunk-Netzbetreibern nicht alleine da, wie die aktuellen Produktinformationsblätter von o2 zeigen.
o2: Vertragslaufzeit gilt nur für den Kunden?
Ein Blick in die aktuellen Produktinformationsblätter für die Unlimited-Tarife von o2 zeigt, dass die 24-monatige Mindestvertragslaufzeit nur für den Kunden gilt, nicht aber für den Netzbetreiber. Zitat: "Der Vertrag hat eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten und kann vom Kunden mit einer Frist von 1 Monat zum Ende der Mindestlaufzeit gekündigt werden. Erfolgt keine fristgerechte Kündigung, verlängert sich der Vertrag nach Ablauf der Mindestlaufzeit automatisch auf unbestimmte Zeit und kann vom Kunden dann jederzeit mit einer Frist vom 1 Monat gekündigt werden. Der Vertrag kann von Telefónica Germany jederzeit mit einer Frist von 1 Monat gekündigt werden, auch bereits vor Ablauf von 24 Monaten."
Diese Regelung gilt für den Tarif o2 Mobile Unlimited Max und auch für das wieder eingeführte Preismodell o2 Mobile Unlimited Smart. Nicht betroffen ist neben den Volumentarifen der Telefónica-Marke auch der weiterhin verfügbare Vertrag o2 Mobile Unlimited on demand.
Die Kündigungsoption jederzeit für den Netzbetreiber betrifft demnach ausschließlich Angebote mit echter Flatrate und ohne Schikane-Klauseln. Unter welchen Umständen Nutzer mit einer Kündigung rechnen müssen, geht aus den Unterlagen nicht hervor. Kunden, die sich für o2 Mobile Unlimited Smart oder o2 Mobile Unlimited Max interessieren, sollten aber zumindest im Hinterkopf behalten, dass es diese Klausel gibt.
In einem weiteren Beitrag haben wir aufgezeigt, was unter Schikane-Tarifen zu verstehen ist und ob diese Bezeichnung für die Angebote berechtigt ist.
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https://www.teltarif.de/nr0/o2-umlimited-kuendigung-leistungsbeschreibung/news/98175.html

