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Vodafone, Telefónica & Orange: Schluss mit Funklöchern
Satelliten sollen bei Vodafone, Telefónica und Orange immer dann einspringen, wenn das herkömmliche Mobilfunknetz nicht zur Verfügung steht.Auch wenn der Netzausbau in den Mobilfunknetzen immer weiter voranschreitet, wird es wohl nie eine 100-prozentige Flächendeckung geben - zumindest wenn man von einer Versorgung über herkömmliche Basisstationen ausgeht. Anders könnte es aussehen, wenn die Funkversorgung über Satellit ergänzt wird.
Wie berichtet hat das in Luxemburg ansässige Unternehmen Satellite Connect Europe heute offiziell den Betrieb aufgenommen. Im vergangenen Jahr wurde die Firma als Joint Venture der Vodafone Group und von AST SpaceMobile gegründet. Doch nicht nur Vodafone-Kunden sollen von der Satelliten-Ergänzung für das Handynetz profitieren.
Telefónica: Satellit als Ergänzung zu LTE und 5G
Funkversorgung auch in entlegenen GebietenFoto: Orange Telefónica und Orange haben ebenfalls Interesse an Satellite Connect Europe bekundet, wie die beiden Telekommunikationskonzerne anlässlich des Mobile World Congresses (MWC) in Barcelona erklärt haben. Telefónica erklärte, mit Satellite Connect Europe zusammenzuarbeiten, um die Nutzung Satelliten gestützter Dienste für Verbraucher, Unternehmen und öffentliche Dienste in Spanien und Deutschland zu untersuchen.
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Analyse, wie D2D-Satellitenfunktionen (Direct-to-Device) in die bestehenden 4G- und 5G-Netze von Telefónica integriert werden können. Ziel sei es, die terrestrische Netzabdeckung zu ergänzen, etwa in abgelegenen Gebieten oder unter außergewöhnlichen Umständen. So könnte die Satellitenverbindung die Funkversorgung übernehmen, wenn die herkömmlichen Sendemasten ausfallen - beispielsweise aufgrund einer Naturkatastrophe.
Andrea Folgueiras, Global CTIO von Telefónica, sagte: "Durch die Erforschung neuer Direct-to-Device-Satellitentechnologien möchte Telefónica sein Verständnis dafür vertiefen, wie Satellitenkonnektivität fortschrittliche Mobilfunknetze ergänzen und dazu beitragen kann, den Konnektivitätsbedarf in abgelegenen Gebieten in ganz Europa zu decken."
Orange: Funklöcher schließen und Ausfallsicherheit verbessern
Auch Orange beabsichtigt, seine terrestrische Netzabdeckung in entlegenen Gebieten zu ergänzen. Darüber hinaus ist es laut Unternehmensangaben das Ziel, die Ausfallsicherheit der Orange-Dienste zu verbessern. Sprich: Wenn eine terrestrische Basisstation ihren Dienst versagt, könnte der Satellit einspringen.
Wie es von Orange weiter heißt, ist es zunächst geplant, in der zweiten Jahreshälfte 2026 in Rumänien die Satellitenkonnektivität zu testen und zu demonstrieren. Der Schwerpunkt liege auf Telefonie, SMS und Datendiensten. Darüber hinaus umfasse die Zusammenarbeit die Erforschung spezifischer Maßnahmen zur Unterstützung der europäischen Sicherheitsanforderungen und die Untersuchung der Integration in ein von Orange verwaltetes Kernnetz.
Christel Heydemann, Chief Executive Officer von Orange, erklärte: "Die Direct-to-Device-Satellitenkonnektivität ist eine wesentliche Ergänzung zu unseren Mobilfunknetzen und gewährleistet unseren Kunden 100 Prozent Konnektivität, unabhängig davon, wo sie sich befinden. Ich freue mich, heute den Start von Tests in Rumänien mit AST SpaceMobile im Rahmen des Joint Ventures Satellite Connect Europe bekannt zu geben. Im Rahmen unserer Strategie 'Trust the future' sind wir bestrebt, vertrauenswürdige und sichere Lösungen anzubieten, die den europäischen Vorschriften entsprechen."
In einer weiteren Meldung berichten wir über Pläne für die Satelliten-Kommunikation mit dem Samsung Galaxy S26.
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https://www.teltarif.de/nr0/satellit-funkloch-ausfallsicherheit/news/102252.html

