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Vom Glasfaseranschluss bis zur Zukunftskompetenz

Bringen Glasfaser an Schulen und KI in den Unterricht (v. l. n. r.): Dr. Georg Fuchs (Geschäftsfeldleiter Big Data Analytics and Intelligence am Fraunhofer IAIS), NetCologne-Geschäftsführer Timo von Lepel, Anne Lena Ritter (Leiterin des Amtes für Schulentwicklung der Stadt Köln) und Georg Schäferhoff (Schulleiter Schiller Gymnasium)Nicht nur Privat­haus­halte und Unter­nehmen sorgen für ein stei­gendes Daten­volumen – auch Schulen werden immer digi­taler und benö­tigen leis­tungs­fähiges WLAN und einen Glas­faser­anschluss. In Köln betreibt NetCologne eines der größten kommu­nalen Digi­tali­sierungs­projekte.

Damit Deutsch­land auch in Zukunft ein Hoch­tech­nolo­gieland bleibt, muss die Bildung digital werden. Nach Erhe­bungen des Digi­talver­bands Bitkom sieht es hier aber eher mau aus: Nur 25 Prozent der Schüler nutzen regel­mäßig digitale Medien im Unter­richt. 51 Prozent der Lehr­kräfte haben bereits KI-Tools im Schul­kontext einge­setzt, aber nur 23 Prozent der Schulen verfügen über verbind­liche Regeln zum Umgang mit Künst­licher Intel­ligenz. Dem setzt die Stadt Köln die Bildungs­initia­tive "AI4Schools Cologne" entgegen, an der auch die Stadt­werke­tochter NetCologne und das Fraun­hofer IAIS betei­ligt sind.

Vodafone: Gigabit-Internet für fast 30 Millionen Haus­halte Glasfaser wird immer wichtiger NetCologne sorgt für die Infra­struktur. Alle 265 Kölner Schulen verfügen über giga­bitfä­hige Anschlüsse. Fast jede davon ist mit einem flächen­deckenden WLAN ausge­stattet. "Schul-IT ist heute so komplex wie Unter­nehmens-IT", sagt NetCologne-Geschäfts­führer Timo von Lepel. Rund 150.000 Nutzer­konten werden über ein zentrales Identity Manage­ment verwaltet. Knapp 100.000 Endge­räte werden zentral gesteuert. Ein Team aus etwa 100 IT-Fach­kräften sorgt dafür, dass Unter­richt und Verwal­tung reibungslos funk­tionieren – vor Ort, remote und DSGVO-konform in Rechen­zentren in Köln.

Ein-Tages-Work­shops für Schüler

Bringen Glasfaser an Schulen und KI in den Unterricht (v. l. n. r.): Dr. Georg Fuchs (Geschäftsfeldleiter Big Data Analytics and Intelligence am Fraunhofer IAIS), NetCologne-Geschäftsführer Timo von Lepel, Anne Lena Ritter (Leiterin des Amtes für Schulentwicklung der Stadt Köln) und Georg Schäferhoff (Schulleiter Schiller Gymnasium)Foto: Stadtwerke Köln/Constantin Erchen Darüber hinaus veran­staltet NetCologne zusammen mit dem Fraun­hofer IAIS kosten­lose Ein-Tages-Work­shops an Kölner Schulen, in denen Schüler ab der 8. Klasse lernen, wie KI funk­tioniert. Dabei steht nicht nur die kompe­tente Nutzung von KI-Tools im Fokus, sondern insbe­sondere auch das Verständnis der tech­nischen Grund­lagen. "Dieses Wissen ist entschei­dend, um die Chancen und Risiken von KI-Anwen­dungen kritisch bewerten und verant­wortungs­voll damit umgehen zu können", erklärt Dr. Georg Fuchs, Geschäfts­feld­leiter Big Data Analy­tics and Intel­ligence am Fraun­hofer IAIS.

GVG und West­connect nehmen Glas­faser­netze in Betrieb

Deutsch­land­weit schaffen Netz­betreiber wie NetCologne eben­falls die Grund­lagen für eine digitale Zukunft. So hat die GVG Glas­faser ihre Ausbau­akti­vitäten im nieder­säch­sischen Twist­ringen im Land­kreis Diepholz erfolg­reich beendet. Dabei koope­rierte die GVG mit dem Eigen­betrieb "Breit­band­ausbau Land­kreis Diepholz", der den Glas­faser­ausbau in unter­versorgten Gebieten mithilfe von Förder­geldern vornahm, während die GVG die Vermark­tung übernahm. In besser versorgten Gebieten baute der Kieler Netz­betreiber auf eigene Kosten aus. Insge­samt wurden 2000 Adressen mit einem Glas­faser­anschluss versorgt. Namen symbolisch das Glasfasernetz in Twistringen in Betrieb (v. l. n. r.): Bürgermeister Jens Bley, GVG-Geschäftsführer Thorsten Fellmann und Mario Aquino, Leiter Nationale Projektentwicklung bei der GVG Glasfaser.Foto: GVG Glasfaser Auch West­connect vermeldet Vollzug. In Guldental, Langen­lons­heim und Lauben­heim im Land­kreis Bad Kreuz­nach nahm das Toch­terun­ternehmen der West­energie AG ihr Glas­faser­netz für insge­samt 4400 Haus­halte und Unter­nehmen in Betrieb. Die können mit einem Tarif der Marke "E.ON High­speed" mit bis zu 1 GBit/s im Internet surfen. In der Nach­barge­meinde Roth baut West­connect hingegen noch am Glas­faser­netz. Die Arbeiten werden voraus­sicht­lich bis zum nächsten Frühjahr anhalten. Bis dahin können sich Haus­halte noch für einen Glas­faser­anschluss von West­connect zu vergüns­tigten Kondi­tionen entscheiden.

Start neuer Ausbau­projekte in Städten und Gemeinden

Andern­orts rollen die Bagger für den Glas­faser­ausbau erst an. In den vergan­genen Wochen hat vor allem Vodafone neue Ausbau­projekte gestartet. Im nieder­rhei­nischen Dins­laken will der Düssel­dorfer TK-Konzern 17.000 Haus­halte mit Glas­faser versorgen. Die ersten Kunden sollen ab Herbst 2026 frei­geschaltet werden. In den Berliner Bezirken Karow, Rahns­dorf, Wilhelms­hagen und Hessen­winkel baut Vodafone zusammen mit Meridiam Glas­faser und der Glas­faser­ausbau­marke ffiber für 7000 Haus­halte ein Glas­faser­netz. Die Bauzeit wird auf drei Jahre taxiert. Gemeinsam mit dem eigenen Joint Venture OXG lässt Vodafone auch in Leipzig die Bagger anrollen. Hier soll für 27400 Haus­halte ein Glas­faser­netz entstehen. Daumen hoch für den Glasfaserausbau in Dinslaken. In der Stadt am Niederrhein will Vodafone 17.000 Haushalte erschließen.Foto: Vodafone Auch eines der Joint Venture, an denen die Deutsche Telekom betei­ligt ist, hat neue Ausbau­projekte gestartet. GlasfaserPlus hat in den Oerlen­bacher Orts­teilen Rotters­hausen und Eltings­hausen (Land­kreis Bad Kissingen) den offi­ziellen Spaten­stich für den Bau von 940 Glas­faser­anschlüssen gefeiert. Darüber hinaus erfolgte der Spaten­stich für den geför­derten Glas­faser­ausbau im ober­pfäl­zischen Tirschen­reuth, in Treu­chtlingen (Land­kreis Weißen­burg-Gunzen­hausen) sowie im Land­kreis Görlitz. Hier startet mit dem Spaten­stich die zweite Phase des geför­derten Glas­faser­ausbaus, über den insge­samt 22.644 Adressen im Land­kreis einen Glas­faser­anschluss erhalten. Uwe Plonka (Manager kommunaler Angang und Kooperationen bei der Glasfaser Plus), Susanne Ding (Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung), Axel Wenzke (Konzernbevollmächtigter Region Ost der Deutschen Telekom), Landrat Stephan Meyer und Steffen Lehmann (Referatsleiter im Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz) beim symbolischen Spatenstich für die zweite Phase des geförderten Glasfaserausbaus im Landkreis Görlitz (v. l. n. r.).Foto: Landratsamt Görlitz/Melanie Rohn Für die Deutsche GigaNetz geht es in Flörs­heim weiter, einem der ersten Ausbau­projekte des Hamburger Netz­betrei­bers. Die GigaNetz erhielt den Zuschlag für den geför­derten Glas­faser­ausbau. Im Rahmen des soge­nannten Lücken­schluss­programms bezu­schussen Bund, das Land Hessen und die Stadt Flörs­heim den Ausbau für 52 in einzelnen Rand­lagen gele­genen Wohn­einheiten mit 500.000 Euro. Im kommenden Jahr sollen die Bauar­beiten starten.

Um die Bildung zu digi­tali­sieren und Schulen ans Glas­faser­netz anzu­schließen, fördert der Staat den Glas­faser­ausbau – auch weil Schulen oder Kran­kenhäuser beson­dere Anfor­derungen haben.

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Quelle des vollständigen Artikels:

https://www.teltarif.de/nr0/glasfaser-bildung-digitalisierung-glasfaserausbau/news/100855.html

Schlagworte / Tags Vodafone,
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