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Vom Glasfaseranschluss bis zur Zukunftskompetenz
Nicht nur Privathaushalte und Unternehmen sorgen für ein steigendes Datenvolumen – auch Schulen werden immer digitaler und benötigen leistungsfähiges WLAN und einen Glasfaseranschluss. In Köln betreibt NetCologne eines der größten kommunalen Digitalisierungsprojekte.Damit Deutschland auch in Zukunft ein Hochtechnologieland bleibt, muss die Bildung digital werden. Nach Erhebungen des Digitalverbands Bitkom sieht es hier aber eher mau aus: Nur 25 Prozent der Schüler nutzen regelmäßig digitale Medien im Unterricht. 51 Prozent der Lehrkräfte haben bereits KI-Tools im Schulkontext eingesetzt, aber nur 23 Prozent der Schulen verfügen über verbindliche Regeln zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Dem setzt die Stadt Köln die Bildungsinitiative "AI4Schools Cologne" entgegen, an der auch die Stadtwerketochter NetCologne und das Fraunhofer IAIS beteiligt sind.
Vodafone: Gigabit-Internet für fast 30 Millionen Haushalte Glasfaser wird immer wichtiger NetCologne sorgt für die Infrastruktur. Alle 265 Kölner Schulen verfügen über gigabitfähige Anschlüsse. Fast jede davon ist mit einem flächendeckenden WLAN ausgestattet. "Schul-IT ist heute so komplex wie Unternehmens-IT", sagt NetCologne-Geschäftsführer Timo von Lepel. Rund 150.000 Nutzerkonten werden über ein zentrales Identity Management verwaltet. Knapp 100.000 Endgeräte werden zentral gesteuert. Ein Team aus etwa 100 IT-Fachkräften sorgt dafür, dass Unterricht und Verwaltung reibungslos funktionieren vor Ort, remote und DSGVO-konform in Rechenzentren in Köln.Ein-Tages-Workshops für Schüler
Bringen Glasfaser an Schulen und KI in den Unterricht (v. l. n. r.): Dr. Georg Fuchs (Geschäftsfeldleiter Big Data Analytics and Intelligence am Fraunhofer IAIS), NetCologne-Geschäftsführer Timo von Lepel, Anne Lena Ritter (Leiterin des Amtes für Schulentwicklung der Stadt Köln) und Georg Schäferhoff (Schulleiter Schiller Gymnasium)Foto: Stadtwerke Köln/Constantin Erchen Darüber hinaus veranstaltet NetCologne zusammen mit dem Fraunhofer IAIS kostenlose Ein-Tages-Workshops an Kölner Schulen, in denen Schüler ab der 8. Klasse lernen, wie KI funktioniert. Dabei steht nicht nur die kompetente Nutzung von KI-Tools im Fokus, sondern insbesondere auch das Verständnis der technischen Grundlagen. "Dieses Wissen ist entscheidend, um die Chancen und Risiken von KI-Anwendungen kritisch bewerten und verantwortungsvoll damit umgehen zu können", erklärt Dr. Georg Fuchs, Geschäftsfeldleiter Big Data Analytics and Intelligence am Fraunhofer IAIS.
GVG und Westconnect nehmen Glasfasernetze in Betrieb
Deutschlandweit schaffen Netzbetreiber wie NetCologne ebenfalls die Grundlagen für eine digitale Zukunft. So hat die GVG Glasfaser ihre Ausbauaktivitäten im niedersächsischen Twistringen im Landkreis Diepholz erfolgreich beendet. Dabei kooperierte die GVG mit dem Eigenbetrieb "Breitbandausbau Landkreis Diepholz", der den Glasfaserausbau in unterversorgten Gebieten mithilfe von Fördergeldern vornahm, während die GVG die Vermarktung übernahm. In besser versorgten Gebieten baute der Kieler Netzbetreiber auf eigene Kosten aus. Insgesamt wurden 2000 Adressen mit einem Glasfaseranschluss versorgt. Namen symbolisch das Glasfasernetz in Twistringen in Betrieb (v. l. n. r.): Bürgermeister Jens Bley, GVG-Geschäftsführer Thorsten Fellmann und Mario Aquino, Leiter Nationale Projektentwicklung bei der GVG Glasfaser.Foto: GVG Glasfaser Auch Westconnect vermeldet Vollzug. In Guldental, Langenlonsheim und Laubenheim im Landkreis Bad Kreuznach nahm das Tochterunternehmen der Westenergie AG ihr Glasfasernetz für insgesamt 4400 Haushalte und Unternehmen in Betrieb. Die können mit einem Tarif der Marke "E.ON Highspeed" mit bis zu 1 GBit/s im Internet surfen. In der Nachbargemeinde Roth baut Westconnect hingegen noch am Glasfasernetz. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis zum nächsten Frühjahr anhalten. Bis dahin können sich Haushalte noch für einen Glasfaseranschluss von Westconnect zu vergünstigten Konditionen entscheiden.
Start neuer Ausbauprojekte in Städten und Gemeinden
Andernorts rollen die Bagger für den Glasfaserausbau erst an. In den vergangenen Wochen hat vor allem Vodafone neue Ausbauprojekte gestartet. Im niederrheinischen Dinslaken will der Düsseldorfer TK-Konzern 17.000 Haushalte mit Glasfaser versorgen. Die ersten Kunden sollen ab Herbst 2026 freigeschaltet werden. In den Berliner Bezirken Karow, Rahnsdorf, Wilhelmshagen und Hessenwinkel baut Vodafone zusammen mit Meridiam Glasfaser und der Glasfaserausbaumarke ffiber für 7000 Haushalte ein Glasfasernetz. Die Bauzeit wird auf drei Jahre taxiert. Gemeinsam mit dem eigenen Joint Venture OXG lässt Vodafone auch in Leipzig die Bagger anrollen. Hier soll für 27400 Haushalte ein Glasfasernetz entstehen. Daumen hoch für den Glasfaserausbau in Dinslaken. In der Stadt am Niederrhein will Vodafone 17.000 Haushalte erschließen.Foto: Vodafone Auch eines der Joint Venture, an denen die Deutsche Telekom beteiligt ist, hat neue Ausbauprojekte gestartet. GlasfaserPlus hat in den Oerlenbacher Ortsteilen Rottershausen und Eltingshausen (Landkreis Bad Kissingen) den offiziellen Spatenstich für den Bau von 940 Glasfaseranschlüssen gefeiert. Darüber hinaus erfolgte der Spatenstich für den geförderten Glasfaserausbau im oberpfälzischen Tirschenreuth, in Treuchtlingen (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) sowie im Landkreis Görlitz. Hier startet mit dem Spatenstich die zweite Phase des geförderten Glasfaserausbaus, über den insgesamt 22.644 Adressen im Landkreis einen Glasfaseranschluss erhalten. Uwe Plonka (Manager kommunaler Angang und Kooperationen bei der Glasfaser Plus), Susanne Ding (Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung), Axel Wenzke (Konzernbevollmächtigter Region Ost der Deutschen Telekom), Landrat Stephan Meyer und Steffen Lehmann (Referatsleiter im Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz) beim symbolischen Spatenstich für die zweite Phase des geförderten Glasfaserausbaus im Landkreis Görlitz (v. l. n. r.).Foto: Landratsamt Görlitz/Melanie Rohn Für die Deutsche GigaNetz geht es in Flörsheim weiter, einem der ersten Ausbauprojekte des Hamburger Netzbetreibers. Die GigaNetz erhielt den Zuschlag für den geförderten Glasfaserausbau. Im Rahmen des sogenannten Lückenschlussprogramms bezuschussen Bund, das Land Hessen und die Stadt Flörsheim den Ausbau für 52 in einzelnen Randlagen gelegenen Wohneinheiten mit 500.000 Euro. Im kommenden Jahr sollen die Bauarbeiten starten.
Um die Bildung zu digitalisieren und Schulen ans Glasfasernetz anzuschließen, fördert der Staat den Glasfaserausbau auch weil Schulen oder Krankenhäuser besondere Anforderungen haben.
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https://www.teltarif.de/nr0/glasfaser-bildung-digitalisierung-glasfaserausbau/news/100855.html

